Europäischer Architektur- und Design-Wettbewerb mit ökologischen und nachwachsenden Materialien
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Die Region Picardie

Die Region Picardie ist eine französische Gebietskörperschaft im Norden Frankreichs. Sie verfügt über eine Fläche von 19 311 km² und zählt 1 900 000 Einwohner, davon sind 30 % unter 25 Jahre alt. Im Jahr 2007 lag ihr BIP bei 44,7 Millionen Euro.

.Der Wortlaut „Natio Picardorum“ erschien im 13. Jahrhundert zum ersten Mal an der Pariser Universität, wo die Studenten in vier Nationen eingeteilt waren: die Studenten aus der Picardie deckten ein Territorium von Beauvaisis bis in den Süden der Niederlande ab. Neugierig und abenteuerlustig wie sie wohl waren, findet man die Studenten der Picardie an allen europäischen Universitäten.

. Da die physischen Barrieren fehlten, wurde die Pikardie zu einem Land, wo Einflüsse vermischt wurden, geprägt von einer „Austauschkultur“, deren erste Spuren bis in das Neolithikum zurückgehen. Amiens und die umliegenden Städte wurden zu wahren militärischen und kommerziellen Drehscheiben, ebenso für das römische Kaiserreich wie auch für das mittelalterliche Frankreich. Der regionale Wohlstand entstand gleichzeitig durch das Know-how der Picarden und den internationalen Austausch.

Ein „Grundton“ der Picardischen Identität, ob nun im Wohlstand oder im Unglück, ist, dass der Picardische Charakter Hartnäckigkeit und Beständigkeit zeigt. Schon Julius Cäsar, der seine Winterquartiere ganz in der Nähe von Smarobriva (Amiens) aufschlagen ließ, unterstrich den Mut und den aufsässigen Geist des Volkes dieser Region.

Ein weiteres Grundelement der Picardie ist Innovation: Seit dem Mittelalter strebten die unterschiedlichen Berufszweige ständig nach Innovation. Von den Kathedralen bis zur Aufwertung der Agrar-Ressourcen und der „Pflanzenbatterie“ über das „Familienhaus“ von Jean-Baptiste Godin führten die Picarden Neuerungen ein und sie tun es noch heute. Es ist auch dieser Charakterzug, der die Identität der Picardie formte!

.Am Scheideweg der großen europäischen Verbindungswege und weniger als 1.30 Std. von Paris entfernt, liegt die Picardie im Herzen eines der dynamischsten Einzugsgebiete Europas. Der Export der Unternehmen aus der Region stieg zwischen 1996 und 2001 um 33 % an. Die Region charakterisiert sich gleichzeitig durch ihre industrielle Tradition und durch die Verwendung von neuen Technologien.

Vor allem die Textil- und Mechanikindustrie sind seit dem 18. Jahrhundert der wirtschaftliche Entwicklungsmotor der Picardie. Heute sind die Unternehmen aus den Bereichen Mechanik, Kunststoffverarbeitung und Nahrungsmittelindustrie die wirtschaftlichen Entwicklungspfeiler der Region. Bei der Umsetzung von neuen Produkten bemühen sich die picardischen Unternehmen, dauerhafte und umweltfreundliche Materialien und Produktionsverfahren zu verwenden.

Die Picardie verfügt über ein vielseitiges Naturerbe und ein mildes ozeanisches Klima und bietet extrem günstige Bedingungen hinsichtlich der Erträge von Pflanzenproduktionen. Die Erzeuger in der Picardie, 70 % des Territoriums stellt landwirtschaftliches Nutzland dar, belegen den ersten Platz in Frankreich bei der Herstellung von Zuckerrüben und Erbsen und den zweiten Platz bei der Produktion von Kartoffeln, Weizen und Chicorée und tragen so in großem Maß zum positiven Saldo des französischen Lebensmittelaußenhandels bei.

Das Handwerk ist ein wichtiger Akteur für die Picardische Wirtschaft. Es beschäftigt ein Zehntel der Arbeitnehmer in der Picardie. Die Kunstberufe und das Know-how der Picardischen Handwerker trugen nachdrücklich zu der Rolle bei, die die Region für den europäischen Handel über Jahrhunderte hinweg spielte. Heute richtet sich das Interesse der Handwerker besonders auf die Bereiche Baugewerbe, Hüttenwesen und Textil.

Was den Tertiärbereich angeht, so erlebte dieser einen Aufschwung und konnte so einen nicht unwesentlichen Teil an Arbeitsplätzen in der Picardie schaffen. Dies verdankt er besonders der Ansiedlung von logistischen Aktivitäten, verbunden mit der günstigen geographischen Lage, der Infrastruktur und dem Aufbau von Dienstleistungszentren.

 

Der Freistaat Thüringen:

Der Freistaat Thüringen liegt im Zentrum Deutschlands.
Seine Fläche beträgt 16 172,10 km² und es zählt 2.3 Mio Einwohner. Im Jahr 2006 betrug sein BIP 45.9 Millionen Euro.

Wegen seiner großen bewaldeten Ausdehnungen wird Thüringen auch „das grüne Herz von Deutschland“ genannt. Die üppigen und vielfältigen Landschaften, die Naturparks wie z.B. der Wald von Thüringen und über 16 000 km Wanderwege laden dazu ein, diese Natur zu entdecken.

Die ehemaligen Jakobsweg, europäische Handelswege der Antike „Via Regia“, wurden ebenfalls saniert und werden wieder mit der traditionellen Jakobsmuschel signalisiert.

Thüringen ist ein Land der Vielfalt und Verschiedenartigkeit. Das katholische Eichsfeld im Nord-Westen, die Einflüsse der Franken im Süden des Thüringer Waldes und das Gebiet „Toscana des Osten“ im Norden von Weimar sind nur drei Beispiele der großen regionalen Unterschiede in diesem Land. Bis heute ist noch erkennbar,, dass Thüringen bis 1919 aus sieben Fürstentümern und einem preußischen Amtsbezirk bestand. Dieses „Patchwork“-Gefüge brachte dem Land einen unvergleichlichen kulturellen Reichtum.

Die in Thüringen geschaffenen „Werke des Geistes“ stellen einen unentbehrlichen Teil der europäischen Kultur dar. Was wäre das christliche Abendland ohne Meister Eckhard und Martin Luther, die europäische Literatur ohne Goethe und Schiller, Herder und Wieland? Große Musiker wie Johann Sebastian Bach, Heinrich Schütz, Franz Liszt und Richard Strauss hatten mit ihren Werken weltweiten Einfluss. Viele „Geisteswerke“ aus Thüringen fanden ihren Platz in der Welt: Zum Beispiel Friedrich Fröbels Erfindung des ersten „Allgemeinen Kindergartens“, Arnoldis Prinzip der Versicherung“ und natürlich die von Künstlern und Architekten stammenden Konzeptionen des Bauhaus‘ in Weimar. 

Thüringen wurde nach dem Mauerfall 1989 wieder ein wirtschaftlich dynamisches und innovatives Land im Zentrum von Europa. Es erlebte das größte wirtschaftliche Wachstum aller deutschen Länder seit 1991, die Arbeitslosenrate ist die schwächste aller neuen Länder und es verfügt im Verhältnis zur Einwohneranzahl über eine über dem Durchschnitt liegende Anzahl an Angestellten in der Industrie und in Unternehmen. Im Freistaat Thüringen werden bekannte Mikroskope, Planetarien, integrierte Schaltkreise, Automobile, medizinische Ausrüstungen und Photovoltaik-Installationen hergestellt. Die erfolgreiche Zusammenarbeit von Ernst Abbe, Otto Schott und Carl Zeiss in Jena ist noch heute ein Beispiel für kreative Partnerschaft von Wirtschaft und  Wissenschaft in Thüringen.

 

Die Regionalpartnerschaft Picardie - Thüringen

Am 23. März 1994 leitete die „gemeinsame Erklärung“ die Regionalpartnerschaft in den Bereichen Wirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus, Umwelt, Forschung, Bildung, Berufsausbildung und Hochschulwesen ein und wurde von dem Präsidenten des Regionalrats der Pikardie und dem Ministerpräsidenten des Landes Thüringen unterzeichnet.

Im März 2007 wurde die Partnerschaft in den Bereichen Forschung, Universitäten, Wirtschaft und erneuerbare Energien verstärkt.

Seit 15 Jahren tauschen die Regionen ihre Erfahrungen aus und tragen so zu immer mehr gemeinsamen Projekten bei.

Beispiele für gemeinsame Projekte sind: “Weimar, europäische Kulturhauptstadt“„, „Französisch-deutsches Jahr in Thüringen“.

Zahlreiche Austausche zwischen Schulen, Gymnasien, Universitäten, Praktikanten in der Berufsausbildung, Forschern und Wissenschaftlern, Akteuren aus Kultur und mehrere Städte- und Gemeindepartnerschaften sind in den Jahren der Zusammenarbeit bereits entstanden .

Auch bestehen enge Kontakte zwischen den Vertretungen der beiden Regionen in Brüssel.

Mehrere Universitäten der beiden Regionen investierten in die gleichen europäischen Netze.

Auch im Bereich der Forschung wird kooperiert. Gemeinsame Forschungsprojekte finden sich in folgenden Bereichen: Biologie, Photovoltaik, Öko- und Agrar-Materialien, optisches Material, Lichtleitfaser, ultramoderne Mikro- und Nanosysteme, Bioprozessoren, Erdmechanik, Logistiksysteme, Analysentechnik, Design und Architektur.

Die gemeinsamen Picardischen und Thüringischen Ambitionen werden wahrscheinlich in der Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaft am deutlichsten, nämlich die Ambitionen, eine gemeinsame „Rolle“ in Europa zu spielen, die direkt die Entwicklung und Zukunft der beiden Regionen betrifft. Basis dafür ist der Gedanke, Vermittler und Förderer von Projekten zu sein, die eine positive wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Europa begünstigen können.

 

„CoDEM Picardie“ = Construction Durable et Eco Matériaux en Picardie (Nachhaltige Konstruktion und Öko-Materialien in der Picardie)

“CoDEM Picardie“„ ist eine Vereinigung, ein Transferzentrum, das sich Öko-Materialien und nachhaltiger Konstruktion widmet.

Ziel ist es, Unternehmen im Bauwesen zu unterstützen, Innovationen von öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen der Picardie zu integrieren, um umweltgerechtere Gebäude hinsichtlich der Zusammensetzung des Baumaterials zu bauen, aber auch hinsichtlich ihrer Leistungen und Einfügung in ein angepasstes konstruktives System.

Die Aktivitäten bewegen sich nach 3 Richtungen oder Zielsetzungen:

  • Den Transfer der Technologien von den öffentlichen und privaten Entwicklern der Picardie hin zur Industrie abzusichern. Dazu wurde besonders in Hilfsmittel zur Charakterisierung der Materialien und Verfahren investiert, um den technologischen Entwicklungen in den Unternehmen zu helfen.
  • Das Netz der Öko-Konstrukteure und der innovativen Unternehmen zu knüpfen: Die Nachfrage anzuregen, im Besonderen für die Baukontrolle, sowie das regionale Angebot zu fördern. Sie führt auf regionaler Ebene das nationale Netz QECB (Qualité Environnementale du Cadre Bâti – Umweltqualität für Gebäude) in Zusammenarbeit mit ADEME und der Region Picardie.
  • Diese Innovationen experimentell auf Pilotbaustellen zu testen und diese Erfahrungen mit den Akteuren im Bereich der Konstruktion zu teilen (Architekten, Entwicklungs- und Kontrollbüros , Wirtschaftsexperten, Unternehmen in der Bauindustrie, Hersteller von Materialien, Produkten oder Systemen…).

Finanzgeber von CoDEM sind hauptsächlich die Region Picardie, ADEME und Europa (FEDER)

Die Vereinigung beschäftigt einen Beauftragten, der die Organisation des Wettbewerbs in Frankreich und Europa koordiniert und Informationen über Öko- und Agrarmaterialien vermittelt.

Codem Picardie
(www.codempicardie.com)

„ESAD“ Amiens
Ecole Supérieure d’Art et de Design d’Amiens (Hochschule für Kunst und Design von Amiens)

-Hochschulunterricht für grafische und visuelle Kommunikation-.

„Weltlich denken, Bildern einen Sinn geben“

Die Fertigung von „Zeichen“ ist ein Bereich, der den kreativ Schaffenden zu Verantwortlichkeit verpflichtet. Zukünftige Akteure der Kommunikation, diplomierte junge Leute der Esad, greifen ein in eine Welt, in der soziale, kulturelle und politische Einflüsse komplex und Bezüge zahlreich sind.

Die Esad orientiert sich hauptsächlich auf die Herstellung von Bildern und stellt die Frage nach der Bedeutung der Zeichen, ihrem Status, der Natur ihres Trägers (gedruckt, digital…) und ihrer Sichtbarkeit.

Die kulturellen, informationellen und kommerziellen Qualitäten werden ständig diskutiert.

Esad Amiens
(www.esad-amiens.fr )

 

Architektur und Design mit ökologischen und nachwachsenden Materialien

Unabhängiges Projekt, hervorgegangen aus der Bauhaus-Universität in Weimar, „Architektur und Design mit ökologischen und nachwachsenden Materialien „ hat die Aufgabe, die Organisation des Wettbewerbs in Deutschland zu koordinieren und über die Öko- und Agrarmaterialien zu informieren.
Architektur und Design mit ökologischen und nachwachsenden Materialien